Beziehung Erziehung Ausbildung zurück

"Manchmal denke ich, es ist Hauptaufgabe der Hunde, uns Menschen bescheiden zu halten. Jeder Hundetrainer wird Ihnen sagen, dass Hunde darin richtig gut sind."

(Patricia B. McConnell, 2002)

Wenn Sie gelernt haben,

  • mit Ihrem Hund in seiner Sprache zu sprechen,
  • eine Beziehung auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens und Respekts aufzubauen
  • und Ihren Hund in allen Alltagssituationen auch ohne Leine zu kontrollieren,

führen Sie und Ihr Hund eine Partnerschaft, die die Grundlage einer gemeinsamen Ausbildung ist. Diese Ausbildung dient dem Hund als Ersatz für Arbeit.

Als Arbeitspartner des Menschen hatten Hunde früher genau definierte Aufgaben, nach denen eine strenge Zuchtauswahl getroffen wurde. Heute sind Hunde fast ausschließlich Familienmitglieder, Begleiter des Menschen, Freizeitgefährten ohne eigentliche Aufgabe und ohne den sich daraus ergebenden Bezugsrahmen.

Je nach Veranlagung des Hundes und den Vorlieben des Hundeführers bietet unser Kursangebot verschiedene Aufgabenstellungen, an denen sich das Mensch-Hund Team erproben kann.

  • Apportieren
  • Verweisen
  • Spurensuche
  • Objektsuche
  • Distanzarbeit
  • Gerätearbeit

Hunde brauchen Beschäftigung, die nicht nur die Muskeln, sondern auch den Kopf fordert. Den Hund körperlich und geistig beschäftigen, ihn mitdenken lassen, macht ihn nicht nur müde, sondern auch ausgeglichen.

Ausbildung wird hier nicht als Dressur verstanden. Konditionierte Dressurakte zwingen das Verhalten des Hundes in stereotype Muster. Ein „auf Knopfdruck“ funktionierender, konditionierter Hund kann nicht flexibel auf unterschiedliche Problemstellungen reagieren, kann nicht mitdenken und mitentscheiden.

„Man kann einen Hund dressieren. Man kann ihn aber auch dazu bringen, aus freien Stücken mitzuarbeiten. Dann müssen die gestellten Aufgaben für den Hund einen Sinn machen, so dass er sie freiwillig und ohne Zwang erfüllt. Er wird also mit Freude für seinen Hundeführer arbeiten wollen.“ (Anton Fichtlmeier)

 

In zwei Workshops von Canis, Zentrum für Kynologie, wurden unter Mitwirkung von Dr. Erich Zimen die „Rechte des Hundes“ erarbeitet. Das Tier Hund wurde von allen Seiten beleuchtet und unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Aspekte wurden dann die Rechte des Hundes entworfen:

  1. Der Hund hat das Recht auf einen sachkundigen Besitzer.
  2. Der Hund hat das Recht auf dauerhaften sozialen Kontakt zu Menschen und Hunden.
  3. Der Hund hat das Recht, mit Artgenossen zu spielen.
  4. Der Hund hat das Recht auf Verlässlichkeit in seinen sozialen Beziehungen.
  5. Der Hund hat das Recht auf artspezifische Kommunikation
  6. Der Hund hat das Recht auf körperliche Auslastung.
  7. Der Hund hat das Recht auf freie Bewegung.
  8. Der Hund hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
  9. Der Hund hat das Recht auf Aufgaben, sie seinem Wesen entsprechen.
  10. Der Hund hat das Recht, durch eigene Erfahrungen zu lernen.
  11. Der Hund hat das Recht, sich schmutzig zu machen, zu stinken und Flöhe zu bekommen.
  12. Der Hund hat das Recht auf art- und bedarfsgerechte, abwechslungsreiche Ernährung.

© http://www.canis-kynos.de für weitere Hinweise und Informationen

 

„Der Hund ist ein Hund! Gleichwohl läuft er in unserer

Gesellschaft Gefahr, nur noch an den menschlichen

Ansprüchen gemessen zu werden. Die vorgenannten

Rechte sollen einen Beitrag dazu leisten, den Hund

als Tier mit wölfischen Bedürfnissen zu sehen, wertzuschätzen

und zu lieben.“

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